Nächster Termin:
16.1.2012, 18.30 Uhr.
16.1.2012, 18.30 Uhr.
Friedrich Hausen - Über die Vertrauenswürdigkeit von Gefühlen
Raum: BZW A151 (Bürogebäude Zellscher Weg/Glasanbau)
Abstract
In unserer Philosophietradition spielt der Rekurs auf Rationalität eine zentrale Rolle. Urteile und Handlungen auf Grundlage von sinnlichen Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen sind meist leichter zu beurteilen, als Urteile und Handlungen, die durch Gefühle motiviert sind. Doch scheint es oft keine sinnvolle Alternative zu solchen Urteilen oder Handlungen zu geben, die durch Gefühle motiviert sind. Wann und inwiefern sind Gefühle als epistemische oder praktische Motivatoren verlässlicher, als begrifflich strukturierte Alternativen? Der Vortrag gliedert sich wie folgt: 1) Vertrauen und Verlässlichkeit. Wem oder was vertraut man? Wann ist Vertrauen angemessen? Mögliche Instanzen des Vertrauens und die Realisierung von Wert. 2) Was sind Gefühle? Welche Rollen nehmen sie ein? Epistemische Rolle als Informanden: Situationserschließung, Erfassen von Bedeutsamkeiten, Grundlage von intuitiven Urteilen. Dynamische Rolle als Verursacher: Tunsimpulse und Tunshemmer. 3) Wann aber sind Gefühle in entsprechenden Rollen vertrauenswürdig und wann nicht? Vergleich: Bedingungen der Vertrauenswürdigkeit von Gefühlen und von Annahmen und Überzeugungen auf begrifflich-propositionaler Grundlage.
